2009 10. Sep

Die Franzosen haben die Lösung gefunden, um endlich wieder Recht und Ordnung ins Internet zu bringen. Schnellrichter!

Der visionäre Film dazu :D

2009 30. Apr

Eins schöner, aber leider kurzer Artikel in der ZEIT beschreibt das Dilemma der Diskussion rund um die Anpassungserfordernisse beim Urheberrecht: Open Access, Pirate Bay, Napster, alle hängen sie da mit dran.

Um es kurz zu fassen: das eine Lager argumentiert mit den armen Künstlern, die ihrer Lebensgrundlage beraubt werden. Die andere Seite führt die Informationsfreiheit an. Beide Seiten argumentieren mitunter sehr schwammig, wenn es um die Untermauerung ihrer Position geht.

Der Kern der Sache ist aber sehr einfach: es geht um die Tatsache, dass eine neue Technologie eine etablierte Wertschöpfungskette zerschossen hat. Die Stufe “Publizist” wird einfach und zu null Kosten übersprungen, das kann heute jeder selbst und tut es auch zunehmend. Jetzt geht es um die Frage, ob man aus wirtschaftlichem oder gesellschaftlichen Interesse die alte Wertschöpfungskette zu zementieren versucht (Position der Rechteverwerter) oder ob man die nicht mehr zwingend notwendigen Teile abschafft oder wenigstens optional macht (Position der Netzgemeinde). Dieser Verteilungskonflikt ist nur deswegen so brisant, weil sich im Laufe der Zeit viele Institutionen gebildet haben, die wirtschaftlich von der alten Wertschöpfungskette abhängig sind bzw. deren Anspruch auf ihren Platz in der Wertschöpfungskette sogar gesetzlich verankert wurde (GEZ).

Meine Meinung dazu: als Autos erschwinglich wurden, hat da jemand die Pferdezüchter und Kutschenhersteller unterstützt? Haben sich Pferdekutschen durchgesetzt oder Autos? Pferdekutschen gibt es bis heute, in einem Nischenmarkt, der aber nicht unattraktiv ist. Jeder der so ein Teil mal für eine Hochzeit buchen wollte, weiß warum.

Ich denke es geht beides: Verwerter und Publizisten werden immer nötig sein, weil nicht jeder Content-Produzent auch z.B. High-End-Marketing betreiben kann, das für Premium Produkte hilfreich bis notwendig ist. Aber das darf man nicht zementieren, denn das ginge zu Lasten der Vielfalt und auch von Nischen, die sich dann gar nicht bilden.

Ist aber auch egal, denn das Internet ist eine technologische Evolution. Und gegen die Evolution kann man sich langfristig nicht stemmen.

2008 03. Mai

Über das Phänomen kann man diskutieren und auch, ob es unvermeidlich ist in Zeiten des Internet, ob es gut oder schlecht ist oder ob ein “geistiges Eigentum” überhaupt Sinn macht. Aber eines liegt auf der Hand, nämlich der Grund dafür:

Die Leute sind schlicht und einfach opportunistisch und /oder zu dumm, um eigene Werke zu produzieren. In den meisten Fällen einfach zu beschränkt in ihrer Fähigkeit zu denken, zu strukturieren und zu formulieren. Habe ich an der Uni selbst erlebt. Also plagiieren sie, weswegen das Internet für die Eigenständigkeit des Denkens Fluch und Segen zugleich ist: es gibt mehr Input, aber auch mehr Vorgefertigtes, an dem sich reichlich bedient wird.

Die Fleischtheke der Moderne sozusagen.