2006 01. Mai

Tag der Arbeit

Wie schlecht es ihnen geht, sieht man in ihren Gesichtern und Bäuchen. Lachend und feixend stehen die SPD- und Gewerkschaftsanhänger vor meinem Fenster und trommeln, bis ihre leichten Frühlingsjacken aufplatzen und ihre Bäuche rausgucken. Es gefällt ihnen in der stärker werdenden Maisonne. Tendenziell haben sich hier diejenigen eingefunden, die nicht viel können. Aber trommeln, das können sie gut. Zwischendrin die klassische Trillerpfeife bzw. die Tröööööööte. Dem Rathaus gegenüber zu wohnen hat eben auch seine Nachteile. Arbeiten zu müssen und wegen des Feiertags keine Ausweichmöglichkeit zu haben, auch.

Wie dumm muss man sein, vor einem leeren Rathaus so ein Tohuwabohu zu veranstalten? Sie erreichen damit nichts anderes, als die Anwohner derart zu nerven, dass sich einige schon aus ihren Fenstern gelehnt haben, um ihre Meinung zu dem Völkchen kund zu tun.

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