Das deutsche Gesundheitssystem
Nach wochenlangen, mal mehr, mal weniger starken Magenbeschwerden war ich heute mal beim Doc. Verdacht auf Gastritis bzw. eine Infektion mit Heliobacter Pylori. Da muss man dann mal eine Magenspiegelung in Kauf nehmen, um Magengeschwüre etc. pp. auszuschließen. Also nicht gerade das große Varieté-Programm, für das man sich extra schick machen würde und sicher auch keine überflüssige Hypochonder-Beruhigungstherapie.
Erster Kommentar der Sprechstunde beim Gastroenterologen: “Also, wenn sie zu stark würgen und eine Narkose brauchen, dann kostet Sie das als Kassenpatienten 30 EUR”.
So weit sind wir mittlerweile schon. Während auf der einen Seite den Ärzten und Kliniken milliardenweise das Geld hinterhergeschaufelt wird, von Pharmakonzernen und ihren Margen ganz zu schweigen, muss man als normaler Patient mittlerweile für Dinge zahlen, wo man sich fragt, ob das wirklich so richtig sein kann. Ich war in den letzten 5 Jahren vielleicht 5 mal krank. Viermal davon die Jahreserkältung, einmal ein ambulanter Kleinsteingriff. Dafür zahlen mein Arbeitgeber und ich jeden Monat rund 600 EUR in die Krankenkasse. Jeden Monat.
Da kann man sich schonmal aufregen…