Die Internet-Sperren-Diskussion ist ein Witz gegen das, was in den Staaten gerade abgeht: Behörden dürfen offenbar “einfach mal” GPS-Tracker an dein Fahrzeug klatschen und wenn du drin sitzt, dann wirst du ab und an halt von Terahertz-Scannern durchleuchtet, die in A-Team-Vans auf den Straßen rumfahren. Irgendwann gibts dann nochmal Vollzugriff auf Facebook- und Google-Daten und fertig ist eine Welt, die selbst Eric Arthur Blair hätte erschaudern lassen. Oder Ray Bradbury. Oder Aldous Huxley.
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Politikerhirne. CSU. Beides unergründlich. Internet, Pornos, Gewalt, Killerspiele, Kinderpornos. Alles Dasselbe. Am besten gleich das Internet ausknipsen. Ich glaube die wollen am liebsten wieder einen König.
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Detailfragen
Ich muss wirklich sagen: ich bin mehr oder minder entsetzt über die Erkenntnisse und die generelle Informationspolitik im Fall Brunner. Wie groß war noch der Aufschrei der Medien und in deren Fahrwasser der Öffentlichkeit. Heldenmut. Opfertod. Zivilcourage. Ganz großes Kino.
Entsprechend waren die öffentlichen und medial inszenierten Gesten: Bundesverdienstkreuz, Stiftungsgründung, Gedenkminuten in Stadien, Schulen et cetera.
Und die Inszenierung hallt nach. Ein Bekannter sagt mir neulich als wir auf die -für die Öffentlichkeit neuen- Erkenntnisse zu sprechen kommen, dass sich für Ihn an der Grundkonstellation des Falls nicht wirklich was geändert habe.
Fassen wir mal kurz -und etwas verkürzt- zusammen:
VORHER: Unauffälliger, zurückhaltender Manager schützt Kinder in der S-Bahn und beim Aussteigen vor marodierenden Jugendlichen, wird dann beim Aussteigen von eben jenen erst verbal, dann tätlich angegriffen, zu Boden geschlagen und in einer animalischen Gewalteskalation zu Tode getreten.
NACHHER: Manager mit Vorliebe für kontaktbetonten Kampfsport schützt Jugendliche vor Pöbeleien in der S-Bahn, provoziert beim Aussteigen eine Eskalation, führt einen ersten Schlag ins Gesicht eines der betrunkenen Kontrahenten, was in eine Schlägerei mündet, in deren Verlauf er zu Boden geht und an Herzversagen verstirbt.
Bin ich der Einzige, der da sowas wie graduelle Unterschiede zu erkennen glaubt, die eine öffentliche Neubewertung des Vorgangs durchaus rechtfertigen würden? Vielleicht hätte man wenigstens mal mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse warten können, bis die Sache komplett aufgearbeitet ist.
Nicht dass wir uns falsch verstehen. Brunner stand grundsätzlich auf der richtigen Seite. Aber das Gegenteil von “gut gemeint” ist “gut gemacht”. Respekt hat seine Haltung verdient, nicht sein Handeln. Wenn es also um Gerechtigkeit geht und nicht um die ex-post Rechtfertigung miserabler Informationspolitik, sollte das in meinen Augen ganz klar eine Rolle spielen.
Wer jetzt an eine große Anti-Brunner-Verschwörung glaubt: alle Fakten finden sich hier. Interessanter Weise nicht die Hintergründe aus dem oben verlinkten ZEIT-Artikel zu seiner Vorliebe für Kickboxen.